Demokratie braucht Haltung

Am 6. September 2026 wird der Landtag in Sachsen-Anhalt neu gewählt und damit die Regierung für unser Bundesland.
In den vergangenen Jahren war diese Wahl für den Landtag kein Thema für unsere „Genossenschaft aktuell“. Dieses Mal und in der besonderen Situation verspüren wir als Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft aber die dringende Notwendigkeit, Ihnen zwei wichtige Themen näher zu bringen: Gehen Sie bitte unbedingt wählen. Freie und offene Wahlen sind ein wichtiges Grundrecht, um das uns viele Gesellschaften beneiden. Bitte überlegen Sie schon bei der Briefwahl oder spätestens in der Wahlkabine, welcher politischen Partei Sie Ihre Stimme geben wollen. Erstmals seit vielen Jahrzehnten tritt eine Partei, ganz offensichtlich mit einer breiten Unterstützung zur Wahl an, die nach unserer Überzeugung nicht zum Kreis der demokratischen Parteien gezählt werden kann. Aussagen, von Vertretern dieser Partei lassen bei uns den Eindruck entstehen, dass hier mit hoher Geschwindigkeit und Macht die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Landes zurückgedrängt werden soll.
Diese Gefahr bringt uns dazu, Position zu beziehen: Für die Wahl von demokratischen Parteien und ferner dafür sich bewusst zu machen, welche Gefahr unserem Land droht. Einem Land im Übrigen, das wesentlich besser ist als uns viele versuchen, weiszumachen. Deutschland ist nicht nur die drittgrößte Wirtschaftsnation unserer Erde, sondern ist in weiten Teilen erfolgreicher und moderner als uns viele einreden wollen. Natürlich gibt es genügend Kritik und möglicherweise berechtigte Vorbehalte gegen die gegenwärtigen Regierenden. Aber wir sollten weiterhin an unser Land glauben, an die Kräfte, die Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zu einem den wirtschaftlich stärksten und erfolgreichsten, demokratischen, freiheitlichen und offenen Ländern in dieser Welt gemacht haben.
Unsere Genossenschaft hat in ihrer über 115-jährigen Geschichte viele Veränderungen in politischen, gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen erlebt. Die Bautätigkeit wurde über viele Jahre massiv eingeschränkt bzw. musste auf die unbedingt erforderlichen Aufgaben reduziert werden, Personal- und Materialengpässe behinderten notwendige Bauarbeiten, die demokratische Mitbestimmung in der Genossenschaft wurde zeitweise außer Kraft gesetzt. Das Ziel allen Mitgliedern langfristig gesicherten Wohnraum, mit zeitgemäßem Komfort, in einem attraktiven Wohnumfeld, anbieten zu können, ließ sich erst durch die Renaissance der genossenschaftlichen Mitbestimmung und Selbstverantwortung verwirklichen. Grundlage dafür waren und sind stabile demokratische Verhältnisse, in denen die Genossenschaftsidee weiter gedeihlich wachsen kann.
Es ist keine perfekte Welt, in der wir leben, aber es ist eine Welt, in deren Zeitenlauf wir nur begrenzt eingreifen können und die wir uns nicht zurecht wünschen können. Vielmehr sollten wir versuchen, mit Anstand, mit Moral, mit Weitblick, mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis auf die Herausforderung in dieser Welt zu reagieren. Das mag nicht immer zu schnellen und plakativen Erfolgen führen. Es bringt uns aber auch nicht ab von dem Weg in eine freiheitliche und demokratische Welt in der Recht und Gesetz gelten und das ist schließlich wichtig.
Ihr Vorstand und Aufsichtsrat der Bauverein Halle & Leuna eG
Wir sind gern für Sie da!
Sie haben Fragen, Wünsche oder ein besonderes Anliegen? Rufen Sie uns unter unserer zentralen Telefonnummer an – und wir leiten Sie weiter.
+49 (0) 345 67340